Klettern im Elbsandsteingebirge, Sächsische Schweiz

Was macht das Klettern in der sächsischen Schweiz so besonders?

Das Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz wird als eines der größten und besten Klettergebiete der Welt gehandelt. Über 1100 Gipfel mit mehr als 18000 Kletterrouten findet man hier, während auf der tschechischen Seite in der Böhmischen Schweiz noch einmal mehr als 10000 Routen darauf warten erkundet zu werden. Darüber hinaus ist die  Sächsische Schweiz das älteste nicht-alpine Klettergebiet Deutschlands und gilt als „Wiege des Freikletterns“. Wichtige Teilgebiete sind die Affensteine, Rathen/Bastei, Schrammsteine, Schmilka/Heringsgrund, Pfaffenstein und das Bielatal.

 

Kletterparadies Bielatal

Das Bielatal ist mit 249 Gipfeln das größte Teilgebiet der Sächsischen Schweiz. Aufgrund des besonders festen Labiatussandsteins und der horizontalen Bändern eignen sich die Felsen hier besonders gut für Anfänger und Familien. Hier ziehen insbesondere die fragil wirkenden Herkulessäulen viele Kletterer an. Zwar ist das errichten von Lagerfeuern und Zelten im Bielatal verboten, jedoch ist rücksichtsvolles Freiübernachten („Boofen“) durchaus erlaubt.

 

Klettern in Sachsen

In Sachsen gibt es eine besonders strenge Kletterethik, die seit 1913 in den Sächsischen Kletterregeln festgelegt ist.  Viele dieser Regeln resultieren daraus, dass der Elbsandstein stark errosionsgefährdet ist und deshalb Maßnahmen getroffen werden mussten um das Naturschutzgebiet zu bewahren.

So ist gibt es zum Beispiel deutlich weniger Sicherungsringe als in anderen westlichen Klettergebieten. Sie dürfen bei der Erstbesteigung nur an Stellen angebracht werden, in denen keine andere Sicherung möglich ist. Überall anders ist lediglich die Sicherung durch Knoten- oder Bandschlingen möglich, da andere Sicherungsmittel und künstliche Hilfsmittel untersagt sind.

Außerdem herrscht im gesamten Elbsandsteingebirge ein Magnesia- bzw. Chalkverbot und das Klettern am nassen Fels ist ebenfalls untersagt.

Es gibt eine eigene sächsische Schwierigkeitsskala für Kletterrouten, die aus lateinischen Ziffern (ab VII mit den Zusätzen a,b,c) besteht. Die derzeit schwierigste bekannte Route wurde mit den Ziffern XIc bezeichnet.

Wer zum Erklimmen der Gipfel einen soliden Ratgeber sucht ist mit dem „Kletterführer Sächsische Schweiz“ von Dietmar Heinike gute beraten. (http://www.bergverlag-roelke.de/kletterfuehrer/)

 

Klettertouren und Kurse

Neueinsteiger*innen haben oftmals Respekt vor der neuen Art sich zu sichern und den anderen Gegebenheiten im Elbsandsteingebirge. Hier kann eine geführte Klettertour oder der Besuch einer Kletterschule von Vorteil sein. Bei Folgenden Stellen ist es möglich das Klettern zu erlernen bzw. eine Klettertour zu buchen:

 

http://www.bergsport-arnold.de

 

https://de-de.facebook.com/Kletterschule-Königstein-171241746264125/

 

http://stonerunnersadventure.npage.de/index.html

 

http://www.kletterschule-lilienstein.de

 

http://www.kanu-aktiv-tours.de/klettern-klettersteig/klettern.php

 

Klettersteig und Hochseilgarten

Für alle die nicht gleich aufs Ganze gehen möchten gibt es wunderbare Alternativen. So bieten Klettersteige und Stiegen eine Art Mittelweg zwischen Wandern und Klettern. Hierbei ist der Weg durch die Felsen durch Trittstufen erleichtert sodass meistens keine Sicherung erforderlich ist.

Weitere Infos erhaltet ihr hier:

https://www.saechsische-schweiz.de/urlaubsthemen/aktivurlaub/wandern/stiegen-klettersteige.html

https://www.outdooractive.com/de/klettersteige/elbsandsteingebirge/klettersteige-im-elbsandsteingebirge/8875287/

Außerdem gibt es in Königstein einen Hochseilgarten nahe der wunderschönen Festung Königstein.

Bis bald im Elbsandsteingebirge

Es lässt sich also festhalten, dass es sich bei der Sächsischen Schweiz um ein einzigartiges Klettergebiet mit großer Klettertradition und wunderschöner Landschaft handelt. Jung und Alt, Profis wie Anfänger kommen hier auf ihre Kosten, sodass für jede*n etwas dabei ist. Wir freuen uns auf euren Besuch!